Jan 1, 2017
0 View
Kommentare deaktiviert für Heinz Duthel: Janukowytsch hatte recht, den gefakten EU-Ukraine-Deal nicht zu unterschreiben

Heinz Duthel: Janukowytsch hatte recht, den gefakten EU-Ukraine-Deal nicht zu unterschreiben

Written by

Heinz Duthel: Janukowytsch hatte recht, den gefakten EU-Ukraine-Deal nicht zu unterschreiben

Heinz Duthel: Janukowytsch hatte recht, den gefakten EU-Ukraine-Deal nicht zu unterschreiben
Rate this post

Ich habe mich gewundert, dass es so lange gedauert hat. Aber da es jetzt tatsächlich geschehen ist, lasst uns auf die New York Times und ihren Reporter Andrew Kramer anstoßen.

Jews in the Ukraine: 1898-1994 Shtetls

Price: EUR 45,95

 
Restaurants in Kharkiv, Ukraine!
Price: EUR 0,00

  • Use powerful sort & filter options to help you quickly find best restaurants for your dining experience.
  • Get the latest info for any restaurants – such as menus, area photos, pricing range, customer reviews!
  • Travel guide and cheap deals/sales guide. Easily access the guides for best dining and travel experience in city for your perusal!
  • Quick access to in-app calendar & notes. Use the calendar and note tool to write down your important information/event in the city!
Boris Mikhailov. Bücher / Books.
Price: EUR 38,00

 
Burden of Dreams: History and Identity in Post-Soviet Ukraine (Post-Communist Cultural Studies (Paperback))
Price: EUR 32,05

 
Survival: Global Politics and Strategy 57-5 (English Edition)

Kurzbeschreibung
In the October–November 2015 issue of Survival, Avis Bohlen, Mark Fitzpatrick, Michael Hanna, Dalia Dassa Kaye, Thomas Moore and Bruno Tertrais discuss the ramifications of the Iranian nuclear deal and the extent of Iran’s regional influence; Lawrence Freedman explores the art of exhaustion in strategy; Elinor Sloan outlines the role of robotics at war; Peter Dombrowski and Simon Reich sketch out the strategy of ‘sponsorship’; Christopher Fettweis identifies symptoms of misreading the enemy; Ben Fishman and Alexa van Sickle contribute review essays on Libya and Cuba; Teresita Schaffer, H.R. McMaster, Pierre Hassner and Ray Takeyh contribute book reviews; and Matthew Harries outlines the challenge for Labour under Jeremy Corbyn.

 
Restaurants in Lviv, Ukraine!
Price: EUR 0,00

  • Use powerful sort & filter options to help you quickly find best restaurants for your dining experience.
  • Get the latest info for any restaurants – such as menus, area photos, pricing range, customer reviews!
  • Travel guide and cheap deals/sales guide. Easily access the guides for best dining and travel experience in city for your perusal!
  • Quick access to in-app calendar & notes. Use the calendar and note tool to write down your important information/event in the city!

Sie haben endlich zugegeben, dass die Gegner des so genannten „Euromaidan“ in Kiew von Anbeginn an mit ihren Einschätzungen richtig lagen. Darüber hinaus hat Amerikas „Leitmedium“, das damals zu den wortgewaltigsten Einpeitschern für den „Regime Change“ gehört hatte, eingestanden, dass der ehemalige Präsident Janukowytsch allen Grund dazu hatten, den durchaus knausrigen Freihandelsvertrag mit der EU nicht zu unterschreiben.

Die NYT greift den Kollaps der einstmals lukrativen ukrainischen Agrarindustrie heraus, um den Abstieg des Landes zu illustrieren. Besonders das Geflügelgeschäft, welches infolge mickriger EU-Quoten und des Verlustes des russischen Marktes fast vollständig zusammenbrach, macht die Misere mehr als deutlich. Hierzu schreibt Kramer:

Dieser Sektor macht rund 40 Prozent der ukrainischen Exporte aus. Aber die zollfreien Quoten für landwirtschaftliche Produkte sind winzig in diesem Handelsabkommen.Die Zuweisungen für Honig waren zum Beispiel so niedrig, dass sie bereits in den ersten sechs Wochen des Jahres erfüllt waren. Die Quoten zum Export von Eiern in die Europäische Union machen rund 1,5 Prozent der Jahresproduktion von Avangard aus, und das ist nur eine Firma, ganz zu schweigen vom gesamten Sektor.

Die „graue Lady“ gibt zu, wie

der Deal einen doppelten Verlust für den Landwirtschaftssektor bedeutete: Er ging weit genug, um Russland zu verärgern, aber hörte genau davor auf, einen lukrativen neuen Markt zu eröffnen.

Langsames Aufwachen

Die Akzeptanz der Tatsache, dass das EU-Abkommen ein schlechtes Geschäft war, zerstört den lange gehaltenen NYT-Narrativ, dem zufolge Janukowytsch lediglich als Moskaus „pro-russischer Platzhalter“ diente und sein Land am Aufblühen hinderte. Der Fakt, dass er mit Brüssel bis zum letzten Moment hart verhandelte, bevor er dessen Assoziierungsabkommen ablehnte, hatte diese denkfaule Annahme sowieso stets entkräftet.  Die simple Wahrheit hinter dem Scheitern der Vereinbarung ist jedoch, dass Russland einfach die objektiv besseren Konditionen bot: einen Kredit über 15 Milliarden und Gas-Rabatte, plus weiterhin Zugang zu einer Wirtschaft, mit der Kiew ohnehin bereits eng verbunden war.

Wer jedoch Ende 2013 davor warnte, dass der EU-Pakt keine clevere Idee für die Ukraine sei, wurde schnell als „nützlicher Idiot“ oder „russischer Handlanger“ dämonisiert. Die Logik und inhaltliche Richtigkeit der Analyse vermochte das ideologisierte Geplärre der EU-Fahnenschwenker jedoch nicht zu erschüttern: Es gab noch nie ein Land in der Weltgeschichte, welches die Beziehungen mit seinem wichtigsten staatlichen Handelspartner ruiniert hat und davon sofort profitiert hätte.

Zudem war der EU-Vertrag nicht wirklich das, was er zu sein vorgab. Allen Appellen an hehre Ideale und europäische Gemeinsamkeit zum Trotz insistierte Brüssel auf mickrigen Quoten für ukrainische Exporte und gab keinerlei Garantie dafür, dass Ukrainer zumindest in absehbarer Zeit visafreien Reiseverkehr in den Schengen-Raum erhalten würden. Tatsächlich konnten sie noch drei Jahre später, nach allem, was sie gegenüber den Eurokraten bereits an Vorleistungen erbracht hatten, immer noch nicht frei in den Block einreisen.

Falsche Versprechungen

Natürlich war es ein Fehlschluss, dass der ukrainische Lebensstandard und Wohlstand sich zügig verbessern würden durch engere Verbindungen zur EU. Im Gegenteil: Ehrliche Analysten konnten klar sehen, dass, selbst wenn das Land eine umgehende Vollmitgliedschaft angeboten bekommen hätte, die Ukraine in einen Abwärtssog hineingezogen worden wäre.

Industrie und Arbeitskräfte des Landes sind nicht wettbewerbsfähig und haben mit der technologischen Entwicklung der letzten 20, 30 Jahre nicht mithalten können. Ganz zu schweigen vom Bildungssystem, das in Scherben liegt, weil Professorentitel gewöhnlich gekauft werden und es fast unmöglich ist, einen Hochschulabschluss zu erlangen, ohne bis zu einem Dutzend Hände zu schmieren. Entsprechend ist es auch für Außenstehende unmöglich, festzustellen, ob die jungen Ukrainer tatsächlich so qualifiziert sind wie ihre Insignien es andeuten.

Kramers Artikel hebt auch die derzeitige ökonomische Notsituation in der Ukraine hervor. Er zitiert Oleg Bachmatjuk, den Eigentümer der des bereits genannten Unternehmens Avangard. „Wir brauchen Kapitalinvestitionen und Handelsinvestitionen“, macht dieser deutlich. Und fährt fort:

Es gibt keine Liquidität. Wir verlieren unseren Exportmarkt. Als ein landwirtschaftliches Territorium entwickeln wir uns zurück.

Und es ist nicht nur die Landwirtschaft: Die Schwerindustrie wurde gedrosselt durch die Hindernisse in der Kooperation mit ihren natürlichen russischen Partnern. Zum Beispiel musste Antonow, der legendäre Flugzeugbauer, Anfang diesen Jahres seine Insolvenz anmelden. Das war besonders bitter angesichts der Tatsache, dass die Ukraine einst auf ihre Weise gleichsam eine Luftfahrt-Supermacht war, die ihre eigentlichen Möglichkeiten weit übertreffen konnte.

 

 

Facebook Comments
Article Categories:
Presse Mitteilungen

Comments are closed.

129419 visitors online now
129417 guests, 2 members
Max visitors today: 129419 at 03:55 pm
This month: 129419 at 08-23-2017 03:55 pm
This year: 129419 at 08-23-2017 03:55 pm
All time: 129419 at 08-23-2017 03:55 pm