Sep 24, 2017
104 Views
Kommentare deaktiviert für Hexenhamm
0 0

Hexenhamm

Written by

Titelseite des „Malleus maleficarum“, Lyon 1669 Der Hexenhammer (lateinisch Malleus maleficarum) ist ein Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung, der der Dominikaner Heinrich Kramer (lateinisch Henricus Institoris) nach heutigem Forschungsstand im Jahr 1486 in Speyer und das veröffentlichten bis in 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen Erscheint. Auf den Titelblättern der meisten älteren Ausgaben wird auch…

Hexenhamm
Rate this post

Titelseite des „Malleus maleficarum“, Lyon 1669

Der Hexenhammer (lateinisch Malleus maleficarum) ist ein Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung, der der Dominikaner Heinrich Kramer (lateinisch Henricus Institoris) nach heutigem Forschungsstand im Jahr 1486 in Speyer und das veröffentlichten bis in 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen Erscheint. Auf den Titelblättern der meisten älteren Ausgaben wird auch Jakob Sprenger als Mitautor genannt. Einer umstrittenen Forschungshypothese zufolge Kampf Sprenger aber nicht beteiligt.

Entstehungsgeschichte

Der Hexenhammer entsteht, als Kramer mit Einer Inquisition in Innsbruck in der Diözese Brixen scheitert. Als Reaktion auf diese Niederlage verfasste er sein Traktat, um seine Space zu stärken und die Hexenverfolgung vor ihrer Gegnern zu rechtfertigen. Er stand dabei unter Zeitdruck, pflegte, um durch zahlreiche Fehler bei den Nummerierungen der Kapitel, bei Fragestellungen und Querverweisen.

Kramer sammelt mit seinem Gehilfen Dr. theol. Johannes Gremper in seinem Buch weit verbreitete Ansichten über die Hexen und Zauberer. Im Hexenhammer Wird sterben bestehende Vorurteile übersichtlich präsentiert und mit scholastischen Argumentations begründet. Durch klare Regeln wird eine systematische Verfolgung und Vernichtung der vermeintlichen Hexen gefordert.

Rechtfertigung und Gegnerschaft

Um seine Aussagen zu rechtfertigen, stellte Kramer sein Werk die von ihm selbst verfasste und von Papst Innozenz VIII. 1484 unterzeichnete apostolische Bulle Summis Desiderantes Affectibus voran. Um die Echtheit des kirchlichen Dokuments zu bestätigen, fügte er 1487 eine Approbation des Notariats der Universität zu Köln hinzu, deren Echtheit aber in Frage gestellt wird, weil diese Approbation nur außerhalb des Kölner Bistums verbreitet wurde. Außerdem zitierte er bedeutende Persönlichkeiten wie z. B. Thomas von Aquin mit seiner Superstitionentheorie (= Theorie vom Aberglauben) sowie Augustinus und Johannes Nider, den Autor der Schriftformicarius. Er verwies auch oft auf die Bibel. Mit mehreren Dutzend Beispielen illustrierte er seine Thesen, um zu verdeutlichen, wie verbreitet und gefährlich das Wirken der (vermeintlichen) Hexen sei. Er verfasste sein Werk in lateinischer Sprache. Die große Gewinnung : der Abhandlung Hexenhammer würde auch Durch Erfindung des Buchdrucks ermöglicht sterben.

Laien und Kleriker, sterben Hexenjagd ablehnten sterben, gerechnet wird im Hexenhammer zu Häretikern Erklärt und mithin der Verfolgung preisgegeben: „hairesis Maxima est Oper maleficarum non credere“ (deutsch: „Es ist Eine sehr große Häresie, nicht ein das Wirken von hexen zu glauben“ ). Bei einigen Autoren regte sich deutlicher Widerstand gegen diese Schrift. Die Spanische Inquisition beispielsweise erklärt den Hexenhammer nach eingehender Prüfung als „ungeeignet“ (die Suprema, der obersten Rat der Spanischen Inquisition, urteilt: „Denn der Autor Nimmt für sich in anspruch, genau Die Wahrheit ermittelt Zu haben, in Dingen, stirbt so beschaffen sind, dass er so leicht wie alle anderen getäuscht werden kann. „). Petrus Dusina, Beisitzer am röm Inquisitionsgericht, schrieb um 1580, sterben Grundsätze des Hexenhammers seien „vom Inquisitionstribunal nicht Angenommen worden“. 1631 veröffentlichte einer der bekanntesten Gegner der Hexenprozesse, der Jesuiten Friedrich Spee, anonym die Cautio Criminalis, in der er vor allem die juristischen Methoden, die bei diesen Prozessen angewandt wurden, alle voran die Folter, kritisierte. Der Jurist und Aufklärer Thomasius verwies in Wadenfänger Dissertatio de crimine magiae 1701 auf Fehlende Beweise für Existenz von Hexen und Empfehlung : Ihren Teufelspakt sterben.

Forschungskontroverse um die Mitautorschaft Sprengers

Eine umstrittene Forschungshypothese lautet, Kramer hat seinen Mitbruder Jakob Sprenger als Mitautor benannt, um dem Werk mehr Autorität zu verleihen. In Wirklichkeit sei Sprenger aber nicht beteiligt gewesen. Er sei schon in damaliger Zeit als Gegner der Hexenverfolgung bekannt und hat vergeblich versucht, der Behauptung seine Mitwirkung am Hexenhammer entgegenzutreten. So dass er über seine Ordensgeneral auch dafür gesorgt, dass der mittlerweile nach Salzburg geflohene Kramer seine dortige Predigerstelle aufgeben musste. [1] Ein Indiz für den Namensmissbrauch SEI that Kramer der Hexenhammer im Wirkungsbereich Sprengers nur unter Seinem Eigenen Namen herausgeben Liess, im Entspannungs Deutschland jedoch unter verwendung des Name Auch Sprengers. Das habe noch nicht gesehen, das sprenger wohl spät Kenntnis des Missbrauches erlangte. Der Drucker-Verleger Koberger spricht in seinen Drucken nur von einem Autor im Singular. In der Nürnberger Ausgabe des Druckers Friedrich Peypus (1485-1534) von 1519 werden Heinrich Institoris und Jakob Sprenger gleichberechtigt als Autoren genannt, zu einem Zeitpunkt, da beide längst tot waren. [2] Die Hypothese, der zufolge Sprenger unbeteiligt Kampf, ist in der neueren Forschung weiterhin stark umstritten. Der neue Herausgeber Christopher Mackay hat eine Reihe von Argumenten für die Beteiligung Sprengers vorgebracht. Kramer sei zwar die Treibende Kraft war, doch Sprenger habe wohl das theoretische Feldthema im ersten Teil des Werks beigesteuert. [3]

Inhalt

Der Hexenhammer ist als scholastische Abhandlung verfasst und in drei Teile Gegliedert. Ich bin unter einer Hexe zu verstehen. Gelegentlich ist zwar von männlichen Zauberern die Rede, doch wird hauptsächlich auf das weibliche Geschlecht Bezug genommen. Frauen für die schwarze Magie anfälliger als Männer. Sie sind schon bei der Schöpfung benachteiligt, weil Gott Eva aus Adams Rippe schuf. Deutsch: www.tis-gdv.de/tis/containe/arten…/index.html. Englisch: www.db-artmag.de//03/e/magazin.php. Dies begründet den Hexenhammer mit Einem eigenwilligen Etymologie des lateinischen Wort femina, das aus lateinisch fides „Glauben“ und minus „weniger“ abgeleitet Wird. Den Frauen wird sexuelle Unersättlichkeit unterstellt. Deshalb Hätten sie Auch intimen Kontakt mit Speziellen Dämonen (Incubi). Der Teufelspakt bilde zusammen mit der schlechten Veranlagung der Frauen und der göttlichen Zulassung die Grundlage für das gefürchtete Phänomen der Hexe. Die Männer fielen dem Zauber der Frauen zum Opfer.

Schon im Anfangsteil beschreibt den Hexenhammer des Hexenprozess gegen Hexe von Waldshut sterben, den Inquisitors Johannes Gremper 1479 in Waldshut führt, [4] EINER des Ersten Hexenprozesse in Deutschland sterben. [5]

Im zweiten Teil des Werkes dominieren die magischen Praktiken, die sich auf den Geschlechtsverkehr und die männlichen Impotenz (durch Wegzaubern des Glieds) beziehen. Die Diskrepanz der Geschlechter zeige sich auch bei der Rollenverteilung im Verhältnis von Magie und Wissenschaft. Die Männer sind in Positionen zu sehen, die sie sind. Wissens einnähmen, während sich die Frauen der Magie bedienten und Schaden anrichteten. Kramer beschreibt im Zweiten Teil Auch, Wie man sich vor Schadenzauber (maleficium) schützen und Diesen aufheben konne.

Im Perlen Teil präsentiert er die von Spee kritisierte detaillierte Regeln für die Hexenprozesse und beschreibt verschiedene Fälle. Hierbei wird genau wie eine Angeklagte zu verhören und unter welchen Voraussetzungen und Regeln die Folter einzusetzen sei. Welche Folterpraktiken angewendet wird wird ansatzweise angedeutet. Eine Auflistung und detaillierte Beschreibung der Folter erfolgt, wie oft fälschlich angenommen, nicht.

Insgesamt betont Institoris stärker die weltliche Seite des Delikts als die geistliche. Hinter diesem auf den ersten Blick erstaunlichen Tatsache steht vermutlich die Absicht, die Zivile Justiz stärker in die Verfahren einzubeziehen, da vor kirchlichen Gerichten die Überlebenschancen für die Angeklagten weitaus höher waren als vor weltlichen.

Einfluss

Kramer legitimiert Hexenverfolgungen zu sterben, sein Werk Fand jedoch offiziell Weder Kirchliche noch weltliche Anerkennung, Auch WENN er Sein Buch stirbt päpstlichen Bulle Summis Desiderantes Affectibus voranstellte. Zu Lebzeiten Kramers gab es Hunderte von Hinrichtungen. Der Canon episcopi, ein auf unbekannte Vorlage zurückgehenden kirchenrechtliches Dokument, das zur Zeit der Abfassung des Hexenhammer BEREITS über 500 Jahre alt Kampf und Eingang in sterben bedeutendste Sammlungen des Kirchenrecht gefunden had, verurteilt den Glauben einen Hexenflug in Gefolgschaft heidnisch Göttinnen als Einbildung teuflischer Ursprung und Häresie Kramer reagierte mit seinem Buch auf den schon gegen diese Lehre aus Hexenwahn. Er sah sich Gezwungen, den Canon episcopi so zu interpretieren, that Jeder, der nicht ein hexen glaubte, Würde zum Häretiker. Die hier geprägter Begriff des Hexensabbats hat antijudaistische Wurzeln (siehe auch: Sabbats). Der Hexenhammer Fand in der Folge Auch in Amerika Gewinnung : , sterben in Salem Wobei Hexenprozesse bekanntesten Sind sterben.

Siehe auch

  • Hexentheoretiker
  • Misogynie

Ausgaben, Übersetzungen, Kommentare

  • Christopher S. Mackay (Hrsg.): Henricus Institoris, OP und Jacobus Sprenger, OP: Malleus maleficarum. 2 Bände Cambridge College Press, Cambridge 2006, ISBN Zero-521-85977-Eight (Einleitung, kritische Modell des lateinischen Textes und englische Übersetzung)
  • André Schnyder (Hrsg.): Malleus maleficarum von Heinrich Institoris (alias Kramer) unter Mithilfe Jakob Sprengers aufgrund der dämonologischen Gewohnheit Zusammengestellt. Wiedergabe des Erstdrucks von 1487 (Hain 9238). Kümmerle, Göppingen 1991, ISBN 3-87452-802-2
  • André Schnyder (Hrsg.): Malleus maleficarum von Heinrich Institoris (alias Kramer) unter Mithilfe Jakob Sprengers aufgrund der dämonologischen Gewohnheit Zusammengestellt. Kommentar zur Wiedergabe des Erstdrucks von 1487 (Hain 9238). Kümmerle, Göppingen 1993, ISBN 3-87452-844-Acht
  • Günter Jerouschek (Hrsg.): Nürnberger Hexenhammer 1491. Faksimile der Handschrift von 1491 aus dem Stadtarchiv Nürnberg, Nr. D 251 von Heinrich Kramer (Institoris). Olms, Hildesheim 1992, ISBN 3-487-09380-4 [diese nie in Druckform erschienene Text ist mit dem „Hexenhammer“ nicht identisch; Es handelt sich um ein Gutachten des Heinrich Institoris zu Händen des Nürnberger Preise]
  • Heinrich Kramer (Institoris): Der Hexenhammer. Malleus maleficarum. 3. revidierte Auflage. Dtv, München 2003, ISBN 3-423-30780-3 (kommentierte Neuübersetzung von Günter Jerouschek und Wolfgang Behringer)
  • Jakob Sprenger und Heinrich Institoris: Der Hexenhammer. Zum ersten Mal ins Deutsche übertragen und eingeleitet von Johann Wilhelm Richard Schmidt, Berlin 1906; Neudruck Darmstadt 1980 u.ö .; Plot Verlag, Erftstadt 2004, ISBN 3-89996-069-6 [unbrauchbar, da voller Übersetzungsfehler; nur noch von historischem Interesse]

Literatur

  • Hans-Peter Broedel: Der Hexenhammer und das Gebäude der Hexerei: Theologie und StandardWahrnehmung. Manchester College Press, Manchester 2003, ISBN 9780719064401 ( on-line
    )
  • Peter Segl: Der Hexenhammer. Entstehung und Umfeld des Malleus maleficarum von 1487. Böhlau, Köln 1988, ISBN 3-412-03587-4 (Bayreuther Historische Kolloquien 2).
  • Arnold Angenendt: Tolerante und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert. Aschendorff, Münster 2009, 5. Auflage, ISBN 978-3-402-00215-5, S. 305-306.
  • Rainer Decker: Die Päpste und Hexen sterben. Aus den geheimen Akten der Inquisition. Primus, Darmstadt 2013, 2. Auflage, S. Vierundvierzig-sieben, ISBN 978-3-86312-052-Acht

Einzelnachweise

  1. Thomas Grüter: Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer. Wie Verschwörungstheorien funktionieren. Fischer, Frankfurt / Vorherrschend 2011 (3. Aufl.), S. dreiundneunzig. ISBN 978-3-596-17040-1
  2. Heinrich Kramer (Institoris) Der Hexenhammer. Hexenhammer, Neu aus dem Lateinischen übertragen von Wolfgang Behringer, Günter Jerouschek und Werner Tschacher. Herausgegeben und eingeleitet von Günter Jerouschek und Wolfgang Behringer, München 2000, S. 31f.
  3. Christopher S. Mackay (Hrsg.): Henricus Institoris, OP und Jacobus Sprenger, OP: Malleus maleficarum. Band 1, Cambridge 2006, S. 103-121.
  4. Heinrich Institoris: Der Hexenhammer, Übersetzung: JWRSchmidt, Berlin / Leipzig 1923 S. 34 ( on-line ).
  5. Schmauder, A .: Frühe Hexenverfolgung in Ravensburg und am Bodensee, UVK Verlagsgesellschaft, 2001, S. 41

Article Tags:
Article Categories:
featured · Hexenhammer

Comments are closed.

135339 visitors online now
135337 guests, 2 members
Max visitors today: 135339 at 05:40 am
This month: 135339 at 10-19-2017 05:40 am
This year: 135339 at 10-19-2017 05:40 am
All time: 135339 at 10-19-2017 05:40 am
%d Bloggern gefällt das: